Auf Messen aktiv: Die AGFS © Andreas Endemann

Niederkassel will fahrrad- und fußgängerfreundlicher werden

 

ADFC gab den Anstoß

 

Die Stadt Niederkassel will Mitglied der AGFS, der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW, werden. Das jedenfalls hat der Planungs- und Verkehrsausschusses der Stadt Mitte November einstimmig beschlossen.
Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. ist ein Zusammenschluss von Gemeinden und Kreisen, die sich für bessere Bedingungen für den nichtmotorisierten Individualverkehr einsetzen. Sitz der AGFS ist Krefeld, aktuell sind 93 Kommunen Mitglied. Das Land Nordrhein-Westfalen ist der wichtigste Partner der AGFS. Es fördert die AGFS finanziell und unterstützt sie.

Vor der Kommunalwahl 2020 hatte die ADFC Ortsgruppe Niederkassel Wahlprüfsteine an die Parteien verschickt. Eine Frage lautete: “Würde Ihre Partei eine Mitgliedschaft in der AGFS unterstützen?” GRÜNE, FDP und LINKE waren dafür, CDU und SPD wollten vorher noch offene Fragen klären. Erstmals hatte die Ortsgruppe des ADFC bereits im Jahr 2002 die Mitgliedschaft der Stadt bei der AGFS vorgeschlagen. Die AGFS-Mitgliedschaft fand nach der Wahl Eingang in die Kooperationsabsprache zwischen GRÜNEN und CDU. Am 1.9. konnte Peer Wessels von der AGFS-Geschäftsstelle im Planungs- und Verkehrsausschuss der Stadt die Arbeit der AGFS vorstellen. Das Angebot der AGFS besteht aus einem Mix von Arbeitskreisen, Aktionen, Seminaren und Treffen, um Informationen, neue Ideen und gute Beispiele aus dem Bereich der Nahmobilität kennenzulernen. Obendrein bietet die Mitgliedschaft Zugang zu Fördermitteln sowie die Möglichkeit, eigene Themen der Verkehrsplanung mit anderen Fachleuten zu teilen. Der Vortrag überzeugte und die Beratungszeit bis zum nächsten Ausschuss am 17.11. reichte den Fraktionen, die Beantragung der Mitgliedschaft zu beschließen.

Strenges Aufnahmeverfahren
Auf dem Weg zur Mitgliedschaft sind einige Hürden zu überwinden: Zusammen mit dem Aufnahmeantrag reicht die Kommune ein nahmobilitätsfreundliches Gesamtkonzept ein. Werden Antrag und Konzept akzeptiert, erfolgt eine “Vorbereisung”. Hier wird die Kommune beraten und sie erhält obendrein eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen mit der Auflage, gravierende Mängel zu beheben. Sind die behoben, lädt die Kommune die “Auswahlkommission” ein. Diese entscheidet über die Aufnahme und benennt der Kommune, wenn sie aufgenommen werden soll, eine Positiv- und eine Negativliste. Für die Beseitigung der Mängel hat die Kommune dann sieben Jahre Zeit bis zur Nachzertifizierung. Die Verwaltung sieht dem Verfahren optimistisch entgegen. Mit dem “Radnetz PLUS – Fähre – City – Bahnhof”, dem Mobilstationen-Konzept und dem Beschluss zur Einrichtung einer Fahrradstraße in Lülsdorf zeige man, dass Niederkassel die Weichen richtig stellt und sich auf den Weg gemacht habe, die Stadt füßgänger- und fahrradfreundlich zu gestalten.
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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Wie erreiche ich den ADFC Bonn?

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  • Gibt der ADFC Bonn einen Newsletter heraus?

    Der ADFC Bonn gibt den Newsletter "Rückenwind-aktuell" heraus, der hier abonniert werden kann. Ebenfalls ist es möglich die Mitgliederzeitschrift "Rückenwind" online zu lesen.

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  • Ich würde gerne beim ADFC mitmachen, weiß aber nicht, wo ich mich melden soll.

    Es gibt viele Möglichkeiten sich ehrenamtlich beim ADFC Bonn zu engagieren. Die Aufgabenfelder reichen von der Mitgestaltung der Website oder Social Media zum Umsetzen von Info-Kampagnen bei Infoständen oder auf der Messe „Rad + Freizeit“ bis hin zum Diskutieren am Runden Tisch der Verkehrspolitik. Auch zeitlich ist ein einmaliges Engagement oder das Absolvieren einen soziales Jahres möglich.
    Alle weiteren Details und die Einladung zu einem „Neumitglieder-Treffen“ bekommen Sie bei Verena Zintgraf (E-Mail).

     

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  • Wo kann ich mein Rad codieren lassen?

    Eine Codierung ist sowohl im Radhaus in der Bonner Altstadt, sowie am Skatepark in Beuel möglich. Außerdem bieten einzelne Ortsgruppen auch Termine außerhalb der Innenstadt Bonn.

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  • Wo finde ich genaue Infos zur nächsten Messe Rad+Freizeit?

    Die 22. Rad+Freizeit 2022 musste coronabedingt leider ausfallen.
    Der nächste Messetermin ist am Sonntag, 02.04.2023 im RHEIN SIEG FORUM in Siegburg. Nähere Informationen auf der Webseite der Messe.

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