Demo für Erhalt der Radwege und Busspuren in Bonner Innenstadt - ADFC Bonn/Rhein-Sieg

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg e. V.

Demo für Erhalt der Radwege und Busspuren in Bonner Innenstadt

Breites Bündnis appelliert: Rad ist die Lösung, nicht das Problem – Petition gestartet und hat schon fast 6.000 Unterstützer

Rad ist die Lösung, nicht das Problem © mit KI erstellt

Zu einer Demonstration auf dem Münsterplatzab 17:00 Uhr rufen der ADFC, VCD und Radentscheid sowie weitere Verkehrs- und Umweltverbände für nächsten Freitag, 26. Juni, auf, um gegen die Beseitigung von Rad- und Busspuren in Bonn zu protestieren. Die Gruppen sind sich einig, dass die Beseitigung beispielsweise der Busspuren und Radstreifen auf der Oxfordstraße dem Autoverkehr nichts bringen, aber dem Rad und Busverkehr massiv schaden wird. „Es muss nach der Sperrung der Nordbrücke darum gehen, dass möglichst viele Menschen aufs Fahrrad, auf Busse und Bahnen umsteigen. Da macht es keinen Sinn, Busse und Fahrräder auszubremsen, damit Autos auf einigen Metern vor dem nächsten Nadelöhr auf zwei Spuren im Stau stehen können“, kritisiert der ADFC-Vorsitzende Peter Lorscheid die Vorhaben der Taskforce. 

Die Forderungen der Demonstration sind: 

  • Bewährte Radverbindungen erhalten und weiterentwickeln,
  • Radverkehr als Teil der Verkehrslösung stärken,
  • ÖPNV stärken und den Verkehrsfluss für alle verbessern,
  • Innenstadt erreichbar und attraktiv für Menschen, Handel und Wirtschaft halten,
  • Wohnquartiere vor unnötigem Durchgangsverkehr schützen.

Der ADFC und die unterstützenden Verbände sind sich einig, dass der Radverkehr nicht das Problem, sondern eine der wirksamen Lösungen darstellt. Die städtischen Zählstellen für den Radverkehr zeigen aktuell durchweg einen starken Anstieg des Radverkehrs. Demnach hat sich der Radverkehr auf der Kennedybrücke auf täglich rund 20.000 Querungen seit Sperrung der Nordbrücke verdoppelt! Auch der Radverkehr auf der Südbrücke hat sich verdoppelt, die Rheinfähren werden aktuell vom Radverkehr ebenfalls stark ausgelastet. „Hier zeigt sich, dass Bürger vernünftig sind und sehr viele schon umgestiegen sind. Den 20.000 Radfahrern auf der Kennedybrücke die Radwege auf Bonner Seite zu streichen, über die sie in die Stadt und zu ihren Arbeitsplätzen kommen, ist wirklich ein Unding und fordert Protest geradezu heraus“, so Lorscheid. 

Gleichzeitig betont das Verkehrsbündnis, dass in dieser herausfordernden Situation jeder bereit ist Einschränkung hinzunehmen. „Wenn Bahnen staufrei durch Beuel fahren sollen, dann steckt auch der Radverkehr gerne zurück, nehmen Radfahrer Umwege in Kauf“, so Lorscheid. Doch die Wegnahme wichtiger Rad- und Busverbindungen sei purer Aktionismus und verschlimmbessere nur die Lage. 

Petition gegen den Wegfall der Radspuren

Der ADFC Bonn/Rhein-Sieg und der Radentscheid Bonn haben am 15. Juni 2026 eine Petition an den Bonner Stadtrat gegen die Wegnahme der Radwege gestartet. Sie wurde bis Freitagmittag von fast 6.000 Bürgern unterstützt! 

Sie finden die Petition hier (Link)


https://bonn-rhein-sieg.adfc.de/neuigkeit/demo-fuer-erhalt-der-radwege-und-busspuren-in-bonner-innenstadt

Bleiben Sie in Kontakt