Ride of Silence 2017 © Axel Mörer

Stille Gedenkfahrt am 18. Mai: Treffpunkt um 18 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn

 

Ride of Silence: ADFC und Radentscheid gedenken der verunglückten Radler und Fußgänger. Weltweit findet Ride of Silence jedes Jahr am dritten Mittwoch im Mai statt.

 

An die Radfahrer und Fußgänger, die 2021 in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind oder verletzt wurden, erinnert der ADFC-Kreisverband am Mittwoch mit einer stillen Gedenkfahrt durch Bonn. Um 18 Uhr treffen sich Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Münsterplatz, um dann in weißer Kleidung schweigend durch Bonn zu fahren.

Im vergangenen Jahr verunglückten sieben Fußgänger und ein Radfahrer tödlich in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, hinzu kamen 44 schwer verletzte Fußgänger (-1 gegenüber 2020) und 323 schwer verletzte Radfahrer (+12). Insgesamt waren im vergangenen Jahr in der Region 319 Fußgänger in Unfälle verwickelt sowie 1101 Radfahrer. Täglich verunglücken also vier Fußgänger und Radfahrer in der Region.

Dabei ist immerhin erfreulich, dass trotz des zunehmenden Rad- und Fußverkehrs die Unfallzahlen leicht fallen. „Wir hoffen, dass sich darin widerspiegelt, dass auf vielen Straßen Tempo 30 eingeführt wurde und inzwischen deutlich mehr für den Radverkehr getan wird“, so ADFC-Sprecher Axel Mörer auf dem Münsterplatz. „Aber wie hoffen, dass alle Verkehrsteilnehmer durch mehr Rücksicht die Unfallzahlen weiter senken können.“ Die meisten Unfälle gesehen durch missachtete Vorfahrt und beim Abbiegen, letzteres gefährdet besonders Radfahrer und Fußgänger. „Dabei kommen leider besonders viele Fußgänger und Radfahrer zu Schaden“, so Mörer.

All diesen Menschen gedenken der ADFC-Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und der Radentscheid Bonn am kommenden Mittwoch, 18. Mai, mit einer stillen Gedenkfahrt (Ride of Silence) auf dem Rad. Diese Rundfahrt findet am Mittwoch weltweit statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Bonn treffen sich, gekleidet in weiß, um 18 Uhr auf dem Münsterplatz. Von dort fahren die Demonstranten durch Beuel, die Bonner Innenstadt, den Bonner Norden, Westen und Poppelsdorf zurück zum Münsterplatz.

ADFC und die Initiative Radentscheid Bonn arbeiten zurzeit intensiv an weiteren Vorschlägen, um besonders belastete Verkehrsknotenpunkte in Bonn zugunsten von Radfahrern und Fußgängern umgestalten lassen. „Das Beispiel Viktoriabrücke und die Umgestaltung der Oxfordstraße zeigen, wie man die Verkehrsräume neu aufteilen kann und damit nicht nur den Radverkehr fördert, sondern auch sicherer macht“, so ADFC-Vorsitzende Annette Quaedvlieg. „Sichere Radwege und klare Verkehrsverhältnisse helfen im Übrigen auch den Auto- und Busfahrern.“ Gerade an großen Straßenkreuzungen sei es auch für Auto-, Lkw- und Busfahrer nicht immer leicht, Radfahrer immer im Blick zu haben. Es sei wichtig, dass alle Radfahrenden und Fußgänger auch vor Kreuzungen im direkten Blickfeld des motorisierten Verkehrs bleiben und nicht durch parkende Autos, hohe Hecken oder Werbeflächen verdeckt werden.

Nach der novellierten StVO dürfen Lkw nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen. Bei Beachtung dieser jetzt geltenden Vorschrift, deren Überwachung der ADFC durch die Polizei einfordert, dürften sich insbesondere Abbiegeunfälle verringern. 

 


https://bonn-rhein-sieg.adfc.de/pressemitteilung/ride-of-silence-in-bonn-m-18-mai-2

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    Alle weiteren Details und die Einladung zu einem „Neumitglieder-Treffen“ bekommen Sie bei Verena Zintgraf (E-Mail).

     

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  • Wo kann ich mein Rad codieren lassen?

    Eine Codierung ist sowohl im Radhaus in der Bonner Altstadt, sowie am Skatepark in Beuel möglich. Außerdem bieten einzelne Ortsgruppen auch Termine außerhalb der Innenstadt Bonn.

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    Die 22. Rad+Freizeit 2022 musste coronabedingt leider ausfallen.
    Der nächste Messetermin ist am Sonntag, 02.04.2023 im RHEIN SIEG FORUM in Siegburg. Nähere Informationen auf der Webseite der Messe.

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