Fahrradklimatest: Erst 166 Radler haben im Kreis Euskirchen abgestimmt - ADFC Bonn/Rhein-Sieg

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg e. V.

Fahrradklimatest: Erst 166 Radler haben im Kreis Euskirchen abgestimmt

Radfahrer können bis 30. November die Fahrradfreundlichkeit in ihren Kommunen bewerten

166 Radfahrerinnen und Radfahrer im Kreis Euskirchen haben bis zum 22. Oktober beim ADFC-Fahrradklimatest des ADFC und des Bundesverkehrsministeriums bewertet, wie gut oder schlecht man in den elf Gemeinden des Kreises radeln kann. Damit liegt die Beteiligung zwar um rund 50 Bewertungen über dem Niveau zum gleichen Zeitpunkt vor zwei Jahren. Allerdings hat bislang nur die Stadt Euskirchen mit 72 Beteiligungen das Quorum von mindestens 50 Teilnehmern überschritten. Erst dann werden die Ergebnisse der Fragebögen wissenschaftlich ausgewertet und der Politik und Kommunalverwaltungen vorgestellt. „Wir hoffen, dass im November die Teilnehmerzahlen kräftig nach oben gehen, damit weitere Gemeinden in die Wertung kommen“, so Silke Bräkelmann, Sprecherin des ADFC im Kreis Euskirchen.

Vor zwei Jahren beteiligten sich 601 Radfahrer im Kreisgebiet am bundesweiten Fahrradklimatest. Die Mindestbeteiligung erreichten neben Euskirchen auch Mechernich, Weilerswist, Bad Münstereifel, Zülpich und Nettersheim. In allen Kommunen des Kreises – mit Ausnahme von Euskirchen – liegen die Beteiligungszahlen derzeit unter 20. „Es wäre schade, wenn es uns in diesem Jahr nicht gelänge, Politik und Verwaltung auch in der Fläche ein Feedback geben zu können, wie ihre Radverkehrspolitik von den Bürgern eingeschätzt wird“, so Bräkelmann.

Abgestimmt wird im Internet. Auf der Aktionsseite www.fahrradklimatest.de gibt es einen bundesweit einheitlichen Fragebogen, den man bis 30. November 2026 ausfüllen kann. In 27 gleichbleibenden Fragen werden Sicherheit, Stellenwert und Komfort des Fahrradverkehrs sowie die Qualität der Infrastruktur bewertet. Neu in diesem Jahr ist eine Sonderumfrage unter Radfahrern zwischen 10 und 20 Jahren. Gerade junge Menschen brauchen besonders sichere Bedingungen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein – zur Schule, zum Sport oder in der Freizeit. Deshalb möchte der ADFC von jungen Menschen selbst wissen, was beim Radfahren gut funktioniert, was ihnen Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit sie gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen. Auch für die Teilnahme junger Radfahrer gibt es ein Quorum, damit die Zahlen relevant sind.

Zudem können im Rahmen des vom Bundesverkehrsministerium unterstützten Fahrradklimatests auch Kommunen teilnehmen und darstellen, wie sie den Radverkehr bereits fördern. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2027 vorgestellt, dazu gehört auch das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte.

Den Fahrradklimatest für Jugendliche, Erwachsene und Kommunen findet man unter www.fahrradklimatest.de.


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